Dolanji ist eine tibetische Siedlung im indischen Himachal Pradesh.
Sie entstand um das Bonpo Kloster Menri herum, welches vor hunderten von
Jahren in Tbet gegruendet wurde und in den 60er Jahren nach Indien
transferierte.
Das Land fuer die Siedlung Dolanji wurde NICHT von der indischen Regierung zur Verfuegung gestellt, da die Bonpos nicht als Fluechtlinge galten. Sie waren damals noch nicht vom Dalai Lama als eigenstaendige Religion anerkannt. (Diese Anerkennung kam erst 1977). Andererseits konnten sie aus eben diesem Grund - mit finanzieller Hilfe von der Katholischen Kirche (!) - das Land kaufen. Das ist sonst fuer Fluechtlinge unmoeglich, Sie besitzen weder Pass noch das Recht ein Geschaeft zu betreiben noch Land zu erwerben.
Es leben nur wenige Erwachsene im Dorf, meistens alte Leute, da die Juengeren in die Staedte abwandern. Aber die Lamas im Kloster nehmen Waisen, Halbwaisen und arme Bonpo Kinder aus allen Regionen auf, von Sikkim, von Nepal, von Kinnor usw. Die Kinder koennen entweder ins Kloster als Moenche eintreten oder sie bleiben im Hostel. Dort werden Junden und Maedchen gemeinsam betreut. Und natuerlich gibt es fuer die Kinder eine Schule.
Seit ein paar Jahren gibt es ein separates Nonnenkloster auf der anderen Seite des Tales. In der Bonpo Tradition sind Frauen theoretisch den Maennern gleichgestellt, anders als im Buddhismus.
Dieses Nonnenkloster ist im Winter sehr kalt. Es ist, wie alle Bauten aus Beton und es liegt an einem Nordhang. Als ich Ende Januar in Dolanji ankam, war auch gerade eine junge tibetische Krankenschwester anwesend. Sie stammt aus Dolanji und besucht die Siedlung in Abstaenden, haelt Vortraege ueber Hygiene und Ernaehrung etc. Sie nahm mich mit zu den Nonnen und sehr schnell kam der Gedanke, was tun, um die Kaelte zu lindern: Waermflaschen und Isomatten.
Es handelt sich aber um 54 Kinder und 20 Erwachsene plus einige alte Leute. Das war zuviel fuer mein Budget. So schrieb ich einen Brief nach Deutschland. Es kamen viele Spenden, mehr als noetig fuer die Isolation der Boeden und die Waermflaschen. Es konnte noch ein Sterilisator fuer Verbandmaterial angeschafft werden und eine ausreichend grosse Menge Schuessler Salze, samt Literatur. Auch ein Satz Bachblueten Essenzen kann bestellt werden. Viele der hohen Lamas sind krank, Diabetes, hoher Blutdruck und allgemeine Stresssymtome. Ausserdem kauften wir Socken und Hemden fuer die Knder als Geschenk zu Losar, dem tibetischen Neujahrsfest.
Auch dann war noch Geld uebrig. Die Warmwassersolaranlage funktionerte nicht. Es fehlte das Antigefriermittel und einige Rohre mussten repariert werden. Bei einer Besprechung mit dem Moench, der fuer diese Installationen zustaendig ist, stellte sich heraus, dass das eigentliche Problem die Wasserknappheit ist. Die Nonnen brauchen dringend einen Brunnen. Aus diesem Grund wurde auch die Solaranlage bisher nicht repariert. So gibt es z.B. keine Toilettenspuelung. Das Nonnenkloster wird bisher von einer kleinen Quelle versorgt, die aber im Sommer und bei laengerer Trockenheit versiegt.
Eine Brunnenbohrung kostet 8100.-Euro. Soviel war nicht in der Spendenkasse, aber es gibt irgenwie keine Alternative. Deshalb wurde aus dem kleinen Isomatten und Waermflaschenprojekt doch etwas groesseres.
Viele Freunde in Deutschland und anderswo spendeten Geld und es kam genug zusammen.
Der Geologe Dr. Ritesh Arya (middle) hatte sich die Lage hier angesehen.
Er hat eine eindrucksvolle Karriere. (haelt den Weltrekord fuer die hoechstgelegene Brunnenbohrung)
Nach seiner Einschaetzung ist in der Erde bis auf Lebensalter hinaus genug Wasser vorhanden, also war eine Brunnenbohrung erfolgreich und sinnvoll.
Ich hatte gehofft, daß die Bohrung noch vor meiner Abreise erfolgen würde, aber das ging leider nicht. Im Juni kamen dann die Bilder vom erfolgreichen Abschluß:
Das Land fuer die Siedlung Dolanji wurde NICHT von der indischen Regierung zur Verfuegung gestellt, da die Bonpos nicht als Fluechtlinge galten. Sie waren damals noch nicht vom Dalai Lama als eigenstaendige Religion anerkannt. (Diese Anerkennung kam erst 1977). Andererseits konnten sie aus eben diesem Grund - mit finanzieller Hilfe von der Katholischen Kirche (!) - das Land kaufen. Das ist sonst fuer Fluechtlinge unmoeglich, Sie besitzen weder Pass noch das Recht ein Geschaeft zu betreiben noch Land zu erwerben.
Es leben nur wenige Erwachsene im Dorf, meistens alte Leute, da die Juengeren in die Staedte abwandern. Aber die Lamas im Kloster nehmen Waisen, Halbwaisen und arme Bonpo Kinder aus allen Regionen auf, von Sikkim, von Nepal, von Kinnor usw. Die Kinder koennen entweder ins Kloster als Moenche eintreten oder sie bleiben im Hostel. Dort werden Junden und Maedchen gemeinsam betreut. Und natuerlich gibt es fuer die Kinder eine Schule.
Seit ein paar Jahren gibt es ein separates Nonnenkloster auf der anderen Seite des Tales. In der Bonpo Tradition sind Frauen theoretisch den Maennern gleichgestellt, anders als im Buddhismus.
Dieses Nonnenkloster ist im Winter sehr kalt. Es ist, wie alle Bauten aus Beton und es liegt an einem Nordhang. Als ich Ende Januar in Dolanji ankam, war auch gerade eine junge tibetische Krankenschwester anwesend. Sie stammt aus Dolanji und besucht die Siedlung in Abstaenden, haelt Vortraege ueber Hygiene und Ernaehrung etc. Sie nahm mich mit zu den Nonnen und sehr schnell kam der Gedanke, was tun, um die Kaelte zu lindern: Waermflaschen und Isomatten.
Es handelt sich aber um 54 Kinder und 20 Erwachsene plus einige alte Leute. Das war zuviel fuer mein Budget. So schrieb ich einen Brief nach Deutschland. Es kamen viele Spenden, mehr als noetig fuer die Isolation der Boeden und die Waermflaschen. Es konnte noch ein Sterilisator fuer Verbandmaterial angeschafft werden und eine ausreichend grosse Menge Schuessler Salze, samt Literatur. Auch ein Satz Bachblueten Essenzen kann bestellt werden. Viele der hohen Lamas sind krank, Diabetes, hoher Blutdruck und allgemeine Stresssymtome. Ausserdem kauften wir Socken und Hemden fuer die Knder als Geschenk zu Losar, dem tibetischen Neujahrsfest.
Auch dann war noch Geld uebrig. Die Warmwassersolaranlage funktionerte nicht. Es fehlte das Antigefriermittel und einige Rohre mussten repariert werden. Bei einer Besprechung mit dem Moench, der fuer diese Installationen zustaendig ist, stellte sich heraus, dass das eigentliche Problem die Wasserknappheit ist. Die Nonnen brauchen dringend einen Brunnen. Aus diesem Grund wurde auch die Solaranlage bisher nicht repariert. So gibt es z.B. keine Toilettenspuelung. Das Nonnenkloster wird bisher von einer kleinen Quelle versorgt, die aber im Sommer und bei laengerer Trockenheit versiegt.
Eine Brunnenbohrung kostet 8100.-Euro. Soviel war nicht in der Spendenkasse, aber es gibt irgenwie keine Alternative. Deshalb wurde aus dem kleinen Isomatten und Waermflaschenprojekt doch etwas groesseres.
Viele Freunde in Deutschland und anderswo spendeten Geld und es kam genug zusammen.
Der Geologe Dr. Ritesh Arya (middle) hatte sich die Lage hier angesehen.
![]() |
| In Nyima Tsering's (right) office |
Er hat eine eindrucksvolle Karriere. (haelt den Weltrekord fuer die hoechstgelegene Brunnenbohrung)
Nach seiner Einschaetzung ist in der Erde bis auf Lebensalter hinaus genug Wasser vorhanden, also war eine Brunnenbohrung erfolgreich und sinnvoll.
Ich hatte gehofft, daß die Bohrung noch vor meiner Abreise erfolgen würde, aber das ging leider nicht. Im Juni kamen dann die Bilder vom erfolgreichen Abschluß:
Mögen alle Wesen glücklich sein !!
Published with Blogger-droid v2.0.4
